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Rügenhafen - historisch gesehenDer "Rügenhafen" zerschneidet den Norden der Insel !Nordrügen als militärisches "Aufmarschgebiet"Der Norden Rügens ist traditionell militärisches Aufmarschgebiet - weil als nördlichster Punkt in Richtung aller Ostseeanrainerstaaten potenzieller Angriffs- und Verteidigungspunkt. Das begann in der Vorzeit mit der Besiedlung durch nordische Völker (siehe Arkona, Svantevit), setzt sich in Kriegen und Besetzung durch die Schweden fort, auch im 2. Weltkrieg war Nordrügen Marinestützpunkt. Bunkerreste bei Arkona und westlich von Bakenberg zeugen davon. Während der DDR wurde der Bug nördlich Dranske zum Militärischen Sperrgebiet und Bollwerk des Warschauer Paktes gegen den Westen. Nach der politischen Wende blieben nur noch ein paar militärische Funk- und Radaranlagen bei Arkona - leergezogene Plattenbauten des abgezogenen Mitärpersonals künden von dem seither einsetzenden wirtschaftlichen Niedergang der Region um Dranske, welche wohl erst mit einer in weiter Ferne stehender touristischer Nutzung des "Bug" ihre Umkehrung finden wird. Rügenhafen als Planspiel des dritten ReichesAls Teil der Aufrüstungsstrategie des 3. Reiches sah der sogenannte "Plan-Z" vom September 1938 den Bau von Großkampfschiffen vor. Da es hierzu und dann insbesondere zu den im 2.Weltkrieg massiv steigenden Reparaturbedarf an den Kriegsschiffen Hafen- und Werftkapazität fehlte, hat man schon 1937 mit der Planung und 1938 mit dem Bau eines neuen Hauptliegehafens begonnen. Da er auf der Rügen lag, sollte er Rügenhafen heißen. Die einmalige strategische Lage lockte Militärische PlanerDie Insel Rügen besteht an sich aus vielen eher locker zusammengefügten Teilen/Halbinseln, zwischen welchen geschützte Binnengewässer entstanden. Die Halbinsel Wittow (Windland) z.B. war wohl einst eine selbständige Insel, im Laufe der Erdgeschichte dann durch den kilometerlangen aber teils nur wenige hundert Meter schmalen Sandstreifen namens Schaabe verbunden. Der Große Jasmunder Bodden hat eine kleine Verbindung zur Ostsee südlich von Wiek, welche jedoch untief und schmal ist. Der Kleine Jasmunder Bodden schließt sich an den Großen östlich an, nur durch eine Landzunge/Autoüberfahrt bei Lietzow getrennt.
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